Der Klimawandel ist bittere Realität. Seine Folgen treffen besonders die Menschen in armen Ländern – Menschen wie Hindou Oumarou Ibrahim aus dem Tschad und Melvin Purzuelo von den Philippinen. Beide waren zusammen mit Oxfam in Deutschland unterwegs, um über die Auswirkungen des Klimawandels in ihrer Heimat zu berichten. Aber auch, um sich den größten Treiber des Klimawandels näher anzuschauen – den Klimakiller Kohle.

„Mehr als 80% der Menschen im Tschad lebt von dem, was der Boden ihnen gibt. Durch den Klimawandel ist ihre Ernährung immer weniger gesichert.“ Hindou Oumarou Ibrahim, Tschad

„Jedes Jahr zählen wir wegen der Taifune tausende von toten Filipinos.“ Melvin Purzuelo, Philippinen

„Es geht um unser Überleben, um unsere Zukunft, um die Zukunft des ganzen Planeten!“ Hindou Oumarou Ibrahim, Tschad

Hindou Oumarou Ibrahim stammt aus der nomadischen Gemeinschaft Mbororo im Tschad. Sie ist Expertin für die Anpassung von indigenen Gemeinschaften an den Klimawandel, sowie für das Thema Frauen und Klimawandel in Afrika. Sie repräsentiert bei den UN-Klimaverhandlungen die Initiativen indigener Völker und ist Koordinatorin der Organisation „Indigenous Women and Peoples Association of Chad“ (AFPAT), welche sich für die Belange indigener Frauen einsetzt.

Melvin Purzuelo, von den Philippinen, ist bei der Nichtregierungsorganisation „Green Forum- Western Visayas“ tätig. In diesem Rahmen unterstützte er die Wiederaufbauarbeiten nach dem Super-Taifun Haiyan und hilft Gemeinden bei der Katastrophenvorsorge und der Anpassung an den Klimawandel. Außerdem setzt er sich als Mitinitiator des zivilgesellschaftlichen Netzwerks „Responsible Ilonggos for Sustainable Energy“ (RISE), gegen den Bau von Kohlekraftwerken auf den Philippinen ein.