• Publikation
  • 06. April 2011

Infoblatt: Kohlekraftwerke in Deutschland

Etwa ein Drittel der deutschen Treibhausgasemissionen entsteht durch das Verbrennen von Kohle zur Stromerzeugung; 2008 stammten mehr als 310 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Kohleverstromung. Nach dem Willen der großen Energiekonzerne sollen es noch mehr werden. Sind die Kohlekraftwerke einmal am Netz, werden sie jahrzehntelang nicht nur Strom liefern, sondern auch den Klimawandel weiter verschärfen, mit schlimmen Folgen für die Menschen in den armen Ländern: Dort zerstört der Klimawandel durch Überschwemmungen oder Stürme das Hab und Gut der Menschen, begünstigt die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria und verringert und vernichtet die Ernten durch lang anhaltende Dürren oder sintflutartige Regenfälle. Der Neubau von Kohlekraftwerken ist nicht notwendig, denn mit der richtigen Politik und einem Kurswechsel in der Energiewirtschaft könnten wir bis 2050 unseren Strom zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien erzielen.