Niger

 Kassouma Ouagada mit einer Ziege im Flüchtlingscam Assaga
„Wir können diesen Ort nicht verlassen", sagt Kassouma Ouagada, der im Flüchtlingscamp 'Assaga' in Niger lebt.

In Kürze

Das westafrikanische Binnenland besteht größtenteils aus Wüste, nur im Süden, im Tschadseebecken gibt es nutzbares Ackerland. Der landwirtschaftliche Ertrag reicht bei weitem nicht aus, um die Ernährung der schnell wachsenden Bevölkerung sicherzustellen. Immer wiederkehrende Dürren, Naturkatastrophen und die fortschreitende Wüstenbildung verschärfen die Situation. Laut Weltbank liegt die Armutsquote bei 44,1 Prozent.

Die Krisen in den Nachbarländern destabilisieren das Land zusätzlich. Seit 2010 herrscht in dem zentral- und westafrikanischen Tschadseebecken eine Hungerkrise, von der die Welt kaum Notiz nimmt. Ursache sind andauernde Gewalttaten der als Boko Haram bekannten Extremistengruppe und militärische Gegenmaßnahmen im Norden Nigerias. Der brutale Konflikt hat in den letzten Jahren auch auf die Nachbarländer übergegriffen. Mehr als 100.000 sind aus Nigeria nach Niger geflohen. In der gesamten Region sind mehr als zehn Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Not leiden dabei nicht nur die Geflüchteten und Vertriebenen, sondern zunehmend auch jene Menschen, die ihnen Schutz und Unterkunft gewähren.

Oxfam versorgt im Grenzgebiet Flüchtlinge mit sauberem Trinkwasser, baut Latrinen und verteilt Gutscheine für Nahrungsmittel. Wir planen, weitere Brunnen zu bauen und werden defekte Wasserentnahmestellen instand setzen. Freiwillige Helfer/innen aus der lokalen Bevölkerung informieren die Menschen zusätzlich über bessere Möglichkeiten, um Krankheiten durch Hygiene zu vermeiden.

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