Fairness eintüten!

In Kürze

Weltweit nimmt die Ungleichheit in der Wirtschaft drastische Ausmaße an – auch im Landwirtschafts- und Nahrungsmittelsektor: Supermarktketten und andere Giganten aus der Lebensmittelbranche dominieren die Märkte. Sie diktieren ihren Lieferanten Preise und Konditionen und streichen riesige Gewinne ein. Damit nehmen sie Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Arbeiter/innen am Anfang der Lieferkette jede Verhandlungsmöglichkeit für faire Preise.

Mit der neuen internationalen Kampagne „Fairness eintüten!“ (englisch: „Behind the Barcodes“) setzt Oxfam sich dafür ein, Ausbeutung im Lebensmittelsektor zu beenden.

Erfolge unserer vergangenen Kampagne

 „Fairness eintüten!“ knüpft an die Kampagne „Make Fruit Fair!“ an, die bereits einige Erfolge verzeichnen konnte: Bei Lidls größtem Ananas-Lieferanten Finca Once erhält die Mehrheit der Arbeiter/innen endlich den Mindestlohn und ist sozialversichert. In Costa Rica wurde das hochgiftige Pestizid Bromacil verboten. Und auf der Plantage Matías in Ecuador müssen die Menschen nach dem Chemieeinsatz nicht gleich wieder auf die Plantage. Das ist gut. Doch lange nicht genug.

Supermärkte müssen handeln

Zum Start der Kampagne „Fairness eintüten!“ haben wir den Bericht „Die Zeit ist reif“ veröffentlicht. Der Bericht enthält neben Beispielen für Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen bei Lieferanten von Supermärkten einen Supermarkt-Check. Dieser zeigt, wo die Supermärkte Nachholbedarf beim Schutz von Menschenrechten haben und was sie konkret tun können, damit es den Menschen entlang ihrer Lieferketten besser geht. Die vier größten Supermärkte in Deutschland (Aldi, Edeka, Lidl und Rewe) müssen erste wichtige Schritte gehen und:

  1. Transparenz schaffen: Analysieren und öffentlich machen, wo bei der Produktion ihrer Lebensmittel Menschenrechte gefährdet und verletzt werden.
  2. Jetzt handeln: Konkrete Maßnahmen ergreifen, damit u. a.
    • ihre Lieferanten Gewerkschaftsrechte achten und Arbeiter/innen so die Chance erhalten, sich zu organisieren;
    • Beschäftigte gefahrlos Arbeitsrechtsverletzungen melden können.

Unterstützen Sie unsere Kampagne und helfen Sie uns dabei, Druck zu machen. Fordern Sie die Supermärkte auf, Verantwortung zu übernehmen:

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