• Publikation
  • 29. Juli 2015

Turning the humanitarian system on its head

Immer mehr und immer größere Krisen und Naturkatastrophen überfordern derzeit das internationale System der humanitären Hilfe. Viel stärker als bisher müssen die Kapazität und die Kompetenz von lokalen Akteuren genutzt und die Verantwortlichkeit von Regierungen erhöht werden, in deren Ländern die Katastrophen stattfinden.

Saving lives and livelihoods by strengthening local capacity and shifting leadership to local actors

Angesichts der fortschreitenden Überforderung das internationalen humanitären Systems – immer mehr Mega-Krisen und immer größere Lücken bei der Reaktion – muss dessen Struktur grundlegend überdacht werden. Als zentralen Ansatzpunkt sehen die Autoren Tara Gingrich und Marc Cohen die stärkere Dezentralisierung der humanitären Hilfe bei gleichzeitiger Stärkung von lokalen Strukturen und mehr Verantwortlichkeit auf Seiten jener Regierungen, in deren Ländern die Katastrophen stattfinden.

Auch wenn klar ist, dass die Lokalisierung von Nothilfe kein Allheilmittel sein kann und international koordinierte Hilfe weiterhin in großem Umfang notwendig sein wird (und finanziert werden muss), so sollten doch viel stärker als bisher die Potenziale lokaler Akteure bei der Vorsorge und bei der Reaktion auf Katastrophen genutzt werden.