Zugang zu Medikamenten

In Kürze

Medikamente für alle!

Der Zugang zu Gesundheitsfürsorge darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Doch genau das ist die bittere Realität für Milliarden armer Menschen weltweit. Für Krankheiten, von denen überwiegend Menschen in Entwicklungsländern betroffen sind, fehlt es an wirkungsvollen Medikamenten. Denn anstatt die Arzneimittelforschung für Medikamente gegen sogenannte Armutskrankheiten voranzubringen, investieren Pharmakonzerne lieber in die Entwicklung von Medikamenten für zahlungskräftige Kunden in Industrieländern.

Auch der Zugang zu bereits existierenden Medikamenten wird armen Menschen oft verwehrt. Scharfe Patentschutzregeln, die mit Hilfe von Freihandelsabkommen global durchgesetzt werden, erschweren die Produktion und Verbreitung von Nachahmerprodukten, sogenannten Generika. Doch durch ihren geringeren Preis, der oft nur einen Bruchteil des Preises von Originalpräparaten ausmacht, ist die Verbreitung von Generika von hoher Bedeutung bei der Durchsetzung des Menschenrechts auf Gesundheitsfürsorge. Oxfam kämpft gegen Handelsabkommen, die den Zugang zu Medikamenten erschweren und setzt sich für neue Mechanismen zur Förderung medizinischer Forschung zugunsten armer Menschen ein.

Am 14. September wurde der Bericht  des UNSG High Level Panel on Access to Medicines veröffentlicht, der viele wichtige Empfehlungen enthält. Winnie Byanyima, Executive Director von Oxfam International war Teil des von Ban Ki-moon High Level Panel von Expert/innen, die an dem Bericht mitgearbeitet haben.