Rund zwei Drittel der von Oxfam befragten syrischen Flüchtlinge befürchten, nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren zu können.

An der Umfrage nahmen 151 syrische Familien mit insgesamt 1.015 Angehörigen teil, die in Jordanien Zuflucht vor dem Konflikt in ihrem Land gefunden haben. Während die überwältigende Mehrheit der Befragten sich eine Rückkehr nach Syrien wünscht, hält dies nur ein Drittel für realistisch, von denen wiederum 78 Prozent nicht wissen, wann eine Rückkehr möglich sein wird.

Oxfam fordert größeres Engagement der Staatengemeinschaft

Drei Jahre sind seit dem Ausbruch der Syrienkrise vergangen. Die internationale Staatengemeinschaft muss mehr tun, um das Blutvergießen zu stoppen und den betroffenen Menschen finanziell zur Seite zu stehen. In Syrien und in seinen Nachbarländern könnte es zu dramatischen Engpässen bei Nahrungsmitteln, Wasser, Unterkünften, medizinischer Versorgung und Schulbildung kommen, wenn die Geberländer nicht bald das nötige Geld zur Verfügung stellen. Die UN schätzen den Finanzbedarf für das laufende Jahr auf mindestens 6,5 Milliarden US-Dollar.

Kampagne #WithSyria will Politiker/innen wachrütteln

Mehrere Nothilfe- und Menschenrechtsorganisationen, darunter neben Oxfam auch Save the Children, Amnesty International und das International Rescue Committe, haben die Kampagne #WithSyria ins Leben gerufen. Rund um den dritten Jahrestag des Konflikts finden weltweit Aktionen statt. Gemeinsam fordern wir die führenden Politiker/innen der Welt auf, alles dafür zu tun, dass

  • es keinen weiteren Jahrestag des Blutvergießens gibt und
  • Flüchtlinge sowie die Menschen in den belagerten Gebieten innerhalb Syriens Zugang zu Hilfsleistungen erhalten.

Mitmachen und eigenes Bild „spenden“

Jede/r kann mitmachen und sein/ihr Profilbild auf Facebook und Twitter für diesen Aufruf zur Verfügung stellen. Es wird gemeinsam mit tausenden anderen Bildern zu einem großen Bildmosaik zusammengefügt und auf diese Weise unsere Botschaft an die politisch Verantwortlichen verstärken: Lasst die Flüchtlinge und die Menschen in Syrien nicht im Stich!

Niemand kann in unser Dorf zurück, es ist zu gefährlich dort. Wir bitten die Menschen überall auf der Welt, uns zu helfen, damit wir in unser Land zurückkehren können.Abu Mustaffa
Siebenfacher Vater aus dem syrischen Haamra