Klima-Demo in Bonn: 25.000 demonstrieren für Kohleausstieg

Gemeinsam mit 25.000 Menschen demonstrierten wir vergangenen Samstag in der Bonner Innenstadt in unmittelbarer Nähe zum größten Braunkohlerevier Europas. Unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen!“ forderten wir eine gerechte Klimapolitik und einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energien.

Direkt vor der Weltklimakonferenz zogen vergangenen Samstag 25.000 Menschen aus aller Welt mit Bannern und Transparenten durch die Bonner Innenstadt. Das Motto der Demonstration, die in unmittelbarer Nähe zum größten Braunkohlerevier Europas stattfand: „Klima schützen – Kohle stoppen“. Mit der bunten und friedlichen Demonstration haben wir ein wichtiges Zeichen für konsequenten Klimaschutz und den Ausstieg aus der Kohleverstromung gesetzt.

Die Demonstration endete mit einer Abschlusskundgebung auf der Genscherallee, bei der auch A. G. Saño redete. Der philippinische Klima-Aktivist stand auf der Bühne, um seine persönlichen Erfahrungen mit den katastrophalen Folgen des Klimawandels zu schildern und die Welt zu entschlossenem Handeln gegen die Klimakrise aufzurufen. Viele tausend Menschen waren am Platz und hörten ihm gespannt zu.

Vier Jahre nachdem ich Taifun Haiyan überlebt habe und zwei Jahre nachdem das Pariser Klimaabkommen beschlossen wurde, mache ich noch immer damit weiter, die Welt an die Gefahren des Klimawandels zu erinnern. Ich stehe Seite an Seite mit den Menschen aus dem Pazifik und ihrer Forderung nach Klimagerechtigkeit. Wir weigern uns, eine Welt voller Gefahren und Schmerz zu akzeptieren. Wir wollen eine sichere und gute Zukunft – frei von fossilen Energien.
A. G. Saño, Klima-Aktivist

Im Trägerkreis der Demonstration wirkten viele Organisationen mit, darunter Oxfam, Campact, BUND und Brot für die Welt.

Forderungen an die Bundesregierung

Oxfams Klimaexperte Bastian Neuwirth erklärte: „Durch immer schlimmere Dürren, Überschwemmungen und Stürme zerstört der Klimawandel die Lebensgrundlagen vor allem in armen Ländern und verschärft damit Hunger und Armut. Die künftige Bundesregierung muss beim Klimaschutz liefern. Sie muss das Pariser Klimaabkommen jetzt in die Tat umsetzen. Und das heißt unmissverständlich: Raus aus der schmutzigen Kohle – und zwar schnell!“

Appellieren Sie mit Oxfam an Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Christian Lindner (FDP) und fordern Sie den Kohleausstieg!

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Oxfam-Aktivisten/Innen beim Global Climate March in Berlin, 29.11.2015

Energie- und Klimapolitik

Das wirksamste Mittel gegen den Klimawandel ist das rasche Absenken der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen. Vor allem die reichen Industrieländer stehen in der Verantwortung.

Kohlekraft und Klimawandel

Die wesentliche Ursache für den Klimawandel ist der immense Verbrauch fossiler Energien wie Kohle, Öl und Gas. Darunter ist Kohle mit Abstand am klimaschädlichsten.

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