Tag 1: Die Erde in Nepal bebt zur Mittagszeit. Nachdem die verheerenden Erdstöße vorüber sind, helfen die Oxfam-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter ihren eigenen Familien und Nachbarn und bringen sie vor den starken Nachbeben in Sicherheit.

Eine ältere Frau auf dem Durbar Square von Patan
Eine ältere Frau wird von einem jungen Mann durch ein abgesperrtes Gelände auf dem Durbar Square von Patan begleitet. Viele Menschen starben, als dort der Königpalast, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, einstürzte.

Tag 2: Das Oxfam-Nothilfeteam greift zu Helmen und Taschenlampen, um den konkreten Hilfsbedarf im Kathmandu-Tal zu ermitteln, vor allem dort, wo Überlebende des Bebens Schutz suchen, deren Häuser zerstört wurden. Prabin und sein Team planen, wie sie Menschen in entlegenen Gegenden erreichen können. Glücklicherweise lagert Oxfam vor Ort Material und Ausrüstung für die Wasser- und Hygieneversorgung in Katastrophenfällen, sodass das Team nicht auf die Anlieferung aus dem Ausland warten muss.

Oxfam hat Wassertanks installiert
Saim (45) ist mit ihrer Familie aus ihrem Haus geflohen. In einer der provisorischen Zeltstädte hat sie Zuflucht gefunden. Oxfam hat dort Wassertanks installiert, die 11.000 Liter fassen.

Tag 3: Oxfam-Teams und lokale Freiwillige beginnen, Menschen in der zerstörten Hauptstadt mit Trinkwasser, Latrinen und anderen lebenswichtigen Dingen zu versorgen. Zugleich gehen die Ermittlung des Hilfsbedarfs und die logistischen Vorbereitungen weiter. Es ist nicht einfach für Prabins Team, sich unter den schwierigen Umständen einen Überblick über die große Zahl verwüsteter Dörfer zu verschaffen und Pläne auszuarbeiten, wie sie mit Hilfsgütern erreicht werden können. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten so schnell wie möglich, weil sie wissen, dass jede Minute zählt.

Zerstörungen im Bergdorf Ghyampesal
15 Kilometer entfernt vom Epizentrum liegt das abgelegene Bergdorf Ghyampesal. Das Erdbeben hat dort verheerende Schäden verursacht: 95% der Häuser wurden zerstört oder beschädigt.

Tag 4: Inzwischen wurden genug Arbeitskräfte rekrutiert, um schneller Wassertanks und Latrinen in den Zeltstädten im Kathmandu-Tal aufbauen zu können. Mittlerweile sind Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt in Nepal eingetroffen, darunter erfahrene Fachleute für Wasser- und Sanitärversorgung im Krisenfall. Einigen ist es auch gelungen, entlegene Regionen zu erreichen. Sie koordinieren die Planungen, um Material so schnell wie möglich dorthin zu transportieren und so viele Menschenleben wie möglich zu retten.

Notdürftige Unterkunft in einer der provisorischen Zeltstädte im Kathmandu-Tal.
21 Menschen leben in dieser notdürftigen Unterkunft in einer der provisorischen Zeltstädte im Kathmandu-Tal. Trinkwasser, Latrinen und Waschgelegenheiten sind entscheidend, um den Ausbruch ansteckender Krankheiten zu verhindern.

Tag 5: 20 mobile Latrinen sind in Betrieb, weitere werden gerade aufgestellt. Über 50.000 Liter Trinkwasser wurden ausgegeben. Zugang zu sauberem Wasser und Latrinen ist wichtig, um den Ausbruch von Seuchen in den provisorischen Zeltstädten zu vermeiden, wo die Menschen dicht gedrängt leben. Oxfam hat außerdem 90 Zelte bereitgestellt. Die Zahl der Menschen, die unsere Nothilfe erreicht, steigt jeden Tag, aber es bleibt ein Wettlauf mit der Zeit – vor allem, um zu den Kindern, Frauen und Männern in den entlegenen Regionen vorzudringen.

Mobile Latrinen von Oxfam in einer der Zeltstädte in der Nähe von Kathmandu.
Mobile Latrinen von Oxfam in einer der Zeltstädte in der Nähe von Kathmandu.

Trotz der Auswirkungen auf ihr eigenes Leben und das ihrer Familien werden Prabin und das Oxfam-Team in Nepal weiterarbeiten, um Menschen in dieser verzweifelten Lage mit lebenswichtiger Nothilfe zu unterstützen. Jeder Tag zählt, um so viele Überlebende wie möglich mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Jetzt spenden und Leben retten!