Die Ebola-Krise in Liberia, Sierra Leone und Guinea weitet sich zunehmend aus. Aktuelle Berichte gehen von mehr als 2.450 Toten aus und von Tausenden, die schon infiziert sind. Falls nicht schnell weitreichende Maßnahmen seitens der internationalen Gemeinschaft getroffen werden, wird mit einer Ausweitung mit über 20.000 Ansteckungen gerechnet. Die Überlebensrate liegt bei weniger als 50 Prozent. Der UN-Sicherheitsrat spricht von einer "Gefahr für Frieden und Sicherheit der Welt".

Die Regierungen von Liberia, Guinea und Sierra Leone tun ihr Möglichstes, um die Epidemie einzugrenzen, aber ihre Mittel sind beschränkt. So hatte beispielsweise Liberia nur 51 Ärzte zur Versorgung der Bevölkerung von 3,7 Millionen Einwohnern. Und auch Sierra Leone hat im Verhältnis zur seiner Bevölkerungszahl weltweit mit am wenigsten Angestellte im Gesundheitswesen.

Als internationale Entwicklungsorganisation engagiert sich Oxfam im Verbund mit anderen Hilfsorganisationen, um den Menschen und der Regierung möglichst rasch mit der Entsendung von qualifiziertem Personal, medizinischer Versorgung und durch direkte Unterstützung der lokalen Bevölkerung zu helfen. Aber die Mittel reichen nicht, um auf eine Epidemie dieses Ausmaßes umfassend reagieren zu können.

Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen ruft Oxfam die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, ihre Anstrengungen jetzt massiv zu erhöhen und schnellstmöglich die finanziellen und personellen Ressourcen bereitzustellen, damit eine weitere Ausbreitung von Ebola verhindert werden kann.

Lesen sie mehr dazu (in Englisch):  Ebola-Krise in Westafrika