Ruanda

In Kürze

In Ruanda hatten Genozid und Bürgerkrieg eine verheerende Auswirkung auf das soziale und ökonomische Gefüge. Etliche Kinder wachsen heute in Armut ohne Eltern oder mit nur einem Elternteil auf. In rund 30 Prozent der ruandischen Haushalte sind ausschließlich Frauen eigenverantwortlich für das Haushaltseinkommen zuständig. Trotz gesetzlicher Gleichstellung werden sie beim Zugang zu Land, Krediten und Produktionsmitteln wie Saatgut, Dünger und Futtermittel benachteiligt, und sind von Armut und Mangelernährung besonders stark betroffen.

Rund 12 Millionen Menschen leben heute in dem zentralafrikanischen „Land der tausend Hügel“ auf nur 26.000 Quadratkilometern, einer Fläche kaum größer als Mecklenburg-Vorpommern. Der Großteil von ihnen ist von der Landwirtschaft als Existenzgrundlage abhängig. Dies stellt das am dichtesten bevölkerte Land Afrikas vor zahlreiche Herausforderungen: Kleine Anbauflächen und eine kaum diversifizierte landwirtschaftliche Produktion erhöhen den Druck auf die natürlichen Ressourcen und führen zur Verarmung und Erosion der Böden. Der Klimawandel gefährdet die Ernährungssicherheit der ländlichen Bevölkerung zusätzlich.

So lebt trotz großer Fortschritte bei Bildung und Gesundheit etwa die Hälfte der Bevölkerung noch unterhalb der Armutsgrenze. Doch für eine gerechte und inklusive Zukunft Ruandas müssen auch die armen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen von der Entwicklung des Landes profitieren und die Entscheidungen, die ihr Leben direkt beeinflussen, mitbestimmen können.

Oxfam arbeitet in Ruanda mit seinen Partnerorganisationen an vier strategischen Zielen:

  • Sicherung nachhaltiger Lebensgrundlagen
  • Gute Regierungsführung und politische Teilhabe aller Bevölkerungsteile
  • Förderung der Geschlechtergerechtigkeit
  • Frieden und Stabilität

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